Vorbereitung des Jungpferdes auf den ersten Satteltermin

Aus dem Fohlen ist ein Jungpferd geworden. Das Anreiten steht an. Spätestens an diesem Punkt fragt sich jeder Pferdebesitzer, wie er seine Remonte optimal auf den ersten Satteltermin seines Lebens vorbereitet. Die Meinung, dass für das erste Anreiten irgendein möglichst billiger Sattel recht, hat leider nur zu oft fatale Folgen für das Pferd. Gerade in der Anreitphase kann man mit einem unpassendem Sattel Schäden anrichten, die sich über das gesamte Reitpferdeleben auswirken werden. Lernt zb das Jungpferd, das es in seiner Schulterbeweglichkeit und / oder Rückenbewegung durch den Sattel eingeschränkt wird, kann sich das Gangbild dadurch nachteilig verändern. Nebenbei bemerkt begrenzt fast  jeder Sattel den Krümmungs- und Dehnungswinkel der Wirbel, spätestens im Galopp. (Quelle: De Cocq, P. und andere: Effects of girth, saddle and weight on movements of the horse. Equine Vet. J., 2004.)

Gute Vorbereitung des ungerittenen Jungpferds für den passenden Sattel

Wie aber finde ich den passenden Sattel für mein ungerittenes Pferd, wenn ich ihn nicht probereiten kann? Die Antwort lautet: gute Vorbereitung.

Es ist eine Glaubensfrage ob Longiergurte Sinn machen und ob und wem Hilfszügel helfen. Dieses Fass möchte ich hier nicht aufmachen. Nichts desto trotz sollte Ihr Pferd vor der ersten Sattelanpassung gelernt haben, sich etwas auf den Rücken legen zu lassen und einen Bauchgurt zu akzepieren. Ich bin ein großer Fan von Reitpads. Und in der Jungpferdeausbildung finde ich sie unerlässlich. Das Pferd lernt, dass etwas von Sattelgröße auf seinem Rücken liegt, und man kann damit das auf und absatteln hervorragend üben. Die Gurtung ist vergleichbar mit einem Sattel, so kann man auch Situation vorab üben, wie einen Gurt, der seitlich am Pferd herunterfällt etc.

Wenn das Pferd einen Menschen auf seinem Rücken akzeptiert, kann man die ersten vorsichtigen Reitversuche auch ohne Sattel bzw mit dem Reitkissen unternehmen. Zumindest im Schritt und später auch für kurze Strecken im Trab.

Wenn das problemlos geht, kann man einen Sattel auflegen, den man dann auch einer Druckmessung unter Reitergewicht unterziehen kann. Auf jeden Fall sollte das dann im Schritt möglich sein. In den ersten Runden könnte das Pferd eventuell etwas verhalten gehen, weil es die etwas andere Druckverteilung des Sattels nicht gewöhnt ist. Den Gurt kennt es ja schon vom Reitkissen.

Wenn man dann noch einen flexiblen Sattel wählt, der bei der zu erwartenden Entwicklung des Pferdes leicht und ohne große Folgekosten anpassbar ist, hat man alles was möglich ist, richtig gemacht.

Reiten als positives Erlebnis für das Pferd von Anfang an

Ich halte es für ganz wichtig, dass ein junges Pferd von Anfang an einen gut passenden Sattel hat. Das Reiten soll doch ein positives Erlebnis für das Pferd sein.

Mit meiner Hilfe und Dienstleistung bekommen wir das gemeinsam hin. Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme und Ihr Jungpferd.

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